Momentaufnahme der Konzentrationstiefe Flow-Kurzskala (FKS)
Erfasst das aktuelle Erleben von Flow und Besorgnis während einer Tätigkeit. Ein Flow-Zustand wird erreicht, wenn initiale kognitive Aktivierung sowie länger anhaltende Aufmerksamkeit gegeben sind.
Skalen
Besteht aus zwei Skalen. Die Flow-Skala erfasst das vollständige Aufgehen in einer Tätigkeit, während die Besorgnis-Skala negative Aktivierung und Belastung abbildet. Die Skalen erlauben eine differenzierte Einschätzung optimaler versus belastender Leistungserfahrungen.
Einfluss auf die mentale Gesundheit
Geeignet zur Erfassung optimaler Erlebniszustände bei Lernen, Arbeit und Leistung. Liefert Hinweise auf Motivation, Engagement und Passung zwischen Person und Aufgabe.
Testversion
Die Flow-Kurzskala wurde von Falko Rheinberg, Regina Vollmeyer und Sabine Engeser entwickelt und 2003 veröffentlicht. Sie stellt eine ökonomische Operationalisierung der Flow-Theorie nach Csikszentmihalyi dar. Originalquelle: Rheinberg, F., Vollmeyer, R., und Engeser, S. (2003). Die Erfassung des Flow-Erlebens. In Diagnostik von Motivation und Selbstkonzept (S. 261–279). Göttingen: Hogrefe.
Konzeption
Das Flow-Konzept beschreibt einen optimalen Erlebenszustand, der durch vollständige Konzentration, ein Gleichgewicht zwischen Anforderungen und Fähigkeiten sowie subjektive Kontrolle gekennzeichnet ist. Die Flow-Kurzskala überträgt dieses theoretische Modell in eine kurzformatige Selbstberichtsskala.
Validität
Belege für Konstruktvalidität liegen vor. Die Flow-Skala korreliert positiv mit intrinsischer Motivation, Interesse und Leistungsengagement und negativ mit Langeweile und Überforderung. Die Besorgnis-Skala zeigt erwartungskonforme Zusammenhänge mit Stress, Misserfolgsängsten und negativer Aktivierung. Faktoranalysen stützen die Zweidimensionalität von Flow und Besorgnis.
Reliability
Die Flow-Kurzskala zeigt gute interne Konsistenzen. Für die Flow-Skala werden Cronbachs-Alpha-Werte von etwa 0,80 berichtet, für die Besorgnis-Skala Werte um 0,70.
Normierung
Für die Flow-Kurzskala liegen keine klassischen Normwerte vor. Die Auswertung erfolgt kriteriums- und situationsbezogen, häufig im Vergleich zwischen Bedingungen oder Messzeitpunkten.
Quelle
Rheinberg, F., Vollmeyer, R., und Engeser, S. (2019). FKS – Flow-Kurzskala. Verfahrensdokumentation aus PSYNDEX Tests-Nr. 9004690. Testarchiv, Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID). https://doi.org/10.23668/psycharchives.2667
Lizenz und Copyright
Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0). Details: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ . Testarchiv-Seite: https://www.psycharchives.org/en/item/1a64a80c-9914-42be-b276-907de99101ee